Traversée Massif Vosges – Vogesen Cross

Camp – last night

Unendliche Freiheit, Genuss der wunderschönen Landschaft und sportliche Herausforderung, etwa diese Gedanken lagen unserem Trans Vogesen Trip zu Grunde. Unsere Idee war ein MTB-Trans-Vogesen-Mehrtagestrip mit Zelt und allem drum und dran. Die Route folgt dem TMV (Traversée Massif Vosges) von Nord nach Süd, und wir wollten schauen, dass wir die südlichen zwei Drittel befahren.
Zwei Monate zuvor grob beschlossen und zwei Wochen davor angefangen zu planen – war diese Reise eine recht spontane Geschichte. Da dies unsere erste Mehrtagestour mit kompletter Ausrüstung war, mussten wir uns vorab einigen Widrigkeiten stellen, vor allem: Was essen wir? Und wie bringen wir das Gepäck unter?
Noch am Abend vor Abreise hatten wir einige der Fragen noch nicht geklärt, doch es ging los …

Tag 1
Bereits von schlechten Omen geprägt, starteten wir erst am frühen Mittag, da das erwartete und dringend benötigte GPS nach über 10 Tagen Lieferzeit erst gegen Mittag ankam. Also kurz die Route drauf gepackt und los ging es.

3h mit dem Zug über Straßbourg nach Obernai und von dort starteten wird endlich (um 16.00Uhr) unseren Trip.
Entspannt und auf der Straße rollten die ersten Kilometer wie von selbst, bis das Garmin uns in die Pampa schickte. Ein kaum sichtbarer und komplett mit Dornen zugewachsener Weg führte uns steil den Berg rauf. Das Gewicht von knapp 12kg auf dem Rücken (+6kg auf Flos Gepäckträger) machte sich ab hier deutlich spürbarer als gedacht.
Bergauf und bergab fuhren wir auf schmalen Wegen immer weiter, jedoch ohne das Gefühl richtig vorwärts zu kommen.

Fix und alle, vor allem mental, hatten wir bei Tagesende nicht einmal 20km auf dem Tacho, immerhin 900Hm.
Zwischen zwei Felsen, etwas windgeschützter, bauten wir nun unser Zelt auf. Voller Freude auf ein warmes Essen, mussten wir feststellen, dass die Gas-Kartuschen nicht zum Aufsatz passten, so gab es dann halt Brot mit Wurst.
Die erste Nacht war bitter, bitter kalt. Mein Schlafsack hatte eine empfohlene min. Temperatur von 12C°; morgens hatten wir im Zelt um die 7-8C° …

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Tag 2
Gut durchgekühlt mussten erst einmal die Füße wieder warm werden, dann ging es wieder aufs Bike. Auch die ersten paar Kilometer begannen wieder viel zu schleppend und unser Ziel verschwand ins Utopische …
Hoch und runter ging es auf teils angenehmen, teils sehr holprigen Trails nach Châtenois runter. Genervt und fix und alle suchten wir nach einer Möglichkeit die Gas-Kartuschen zu tauschen, so dass wir zumindest an diesem Abend etwas warmes zu Futtern bekommen konnten.
Nette Menschen führten uns nach Sélestat, wo wir endlich fündig werden sollten.

Nach einer langen Siesta entschieden wir uns noch einmal Höhe zu gewinnen und siehe da, es rollte. An der Hoch-Königsburg vorbei (selbst dieses Ziel erschien mittags noch unerreichbar), fuhren wir insgesamt knappe 70km mit 1.800Hm.

Auf der Suche nach einem Schlafplatz kamen wir an einer großen Wiese mit Blick auf den Schwarzwald vorbei und beschlossen, dass dies der perfekte Platz für unser Nachtlager wäre.

Man könnte dies auch den Tag der Tiere nennen. Morgens hämmerte ein Specht handzahm vor unserer Nase herum, mittags wechselte ein Rehbock vor uns die Seite und abends ging es erst richtig los: beim Weg in den Busch, begegnete mir ein Fuchs, wir inspizierten uns, bis er schlussendlich abgehauen ist. Später, kurz vor dem Einschlafen, meinte Flo zu mir: “He, hörst du das? Da sind Wildsäue an unserem Zelt” und tatsächlich, ein Gegrunze und Gemache, ohne Angst und Schäu’. Nachdem wir sie vertrieben hatten, kam kurze Zeit später das nächste Vieh an unser Zelt und wir kommunizierten etwas. Ich: Schlag ans Zelt, das Tier: ”grrrrr”, ich: wieder Schlag ans Zelt, das Tier: “grrrrrrrr”, und erst als wir gegen die Zeltwand donnerten, verschwand es.

Auch diese Nacht war wieder viel zu kalt, dafür begrüßte uns die Sonne am nächsten Morgen mit einem netten und warmen Lächeln.

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Tag 3
Voll motiviert und mit jeder Menge Elan ging es in den dritten Tag. Zu Beginn lief alles bestens, die Wasservorräte wieder voll und gut genährt ging es in den nächsten Berg.
Bereits am Morgen merkte ich meine Knie (meine absolute Schwachstelle) und als wir dann mit über 30% Steigung den Berg hoch quälten, war dann Schicht im Schacht. Mit starken Schmerzen schlichen wir über die nächsten Berge bis zu einem kleinen Parkplatz. Gott sei dank trafen wir dort dann nette Engländer, die mich mit Schmerzmitteln versorgten.
Egal wohin, hoch mussten wir sowieso wieder, über den Col du Calvaire (1.134m) und was ich dabei kennenlernte war das Gefühl der Übelkeit, weil der Schmerz so groß war.
Unser Ziel war der Lac Noire, wunderschön auf den Fotos und unser absoluter Traum zum Zelten.

Lac

Doch als wir uns die Enduro Strecke der Bikeanlage dort runter gearbeitet hatten, waren wir nur mehr als enttäuscht: Zubetoniert, ein Kraftwerk, kein Zugang zum Wasser und nicht gerade wenige Menschen. Wieder fiel die so sehr erhoffte Dusche ins Wasser.

Da mir die Höhenmeter für heute definitiv reichten, suchten wir uns ein gemütliches Schlafplätzchen und beschlossen den Grand Ballon nicht zu machen, und am nächsten Tag nach hause zu fahren. An diesem Tag machten wir 46km und 1.861Hm.

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Tag 4
Dies war die erste Nacht, die total ruhig und angenehm warm war. Morgens lecker Kaffee und dann ging es mit 50-60 Stutz das Tal runter. Unglaublich, aber wir machten in den ersten paar Minuten deutlich mehr Kilometer als die Tage davor in Stunden.

In Colmar gönnten wir uns ein zweites Frühstück mit Kaffee, Croissants und einer Cola … hach war das gut!

Dann ging es mit gutem Tempo weiter, immer Richtung Heimat. In der prallen Mittagshitze kamen wir dann endlich nach hause. Schön wieder daheim zu sein :)

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Ride les Vosges

Fazit
Es war eine wirklich tolle Tour mit wunderbaren Wegen – die Vogesen sind deutlich Mediterraner als der Schwarzwald.
Was eine absolute Erfahrung wert war, war wie viel anstrengender eine solche Strecke mit Gewicht auf dem Rücken ist. Und was wir nicht bedacht hatten war, dass dieses Mehrgewicht auch den Hintern in den Sattel drückt.
Wir haben uns weiter Gedanken zur Optimierung gemacht und haben bereits einen Plan für die nächste Tour …

Gesamtkilometer: 211,1km
Gesamthöhenmeter (bergauf): 4.827m

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Haiti – 5 Jahre nach dem Erdbeben

Haiti ist schmutzig, von Menschen überflutet, die Straßen, auch in Städten, sind ohne Geländewagen nicht befahrbar und viele Menschen sind unsauber und ungebildet. Dies waren meine ersten Eindrücke von Haiti.

Wir sind mit dem Einheimischen-Bus über 13h von Santo Domingo nach Port-au-Prince gefahren, in einer Zeit, die sich reichlich wenig für solch eine Reise eignet: Das Erdbeben war gerade ein Jahr her und die Cholera hatte ihr Hoch erreicht (im Bus fingen die Leute an sich zu übergeben, wohl mehr aufgrund der Straßenverhältnisse, dennoch war uns mulmig).

Straße nach Haiti

Obwohl Haiti und die Dominikanische Republik auf ein und der selben Insel liegen, sind die Menschen, optisch und kulturell komplett verschieden. Sind die Dominikaner für unsere Verhältnisse schon sehr dunkel, so sind die Haitianer tiefschwarz; in der Dom. Rep. ist Spanisch die Hauptsprache, in Haiti Französisch; im östlichen Teil ist das Christentum die Hauptreligion, im Westen inoffiziell Wodoo; hält man die Dom. Rep. für arm, so ist das kein Vergleich zu Haiti.
Diese Unterschiede machten sich direkt an der Grenze bemerkbar. Da wir die einzigen “Weißen”, sprich offensichtlichen Ausländer, waren, wurden wir an der Grenze von bettelnden Haitianern überrannt. Auch was Sauberkeit und Müll, sowie Straßenqualität angeht, ein riesiger Unterschied!

Road to HaitiDie weitere Strecke führte uns entlang eines Sees, auf ungesicherten Straßen, sodass der Bus zeitweise fast physikalisch unmögliche Schwankungen machte.
Man kann es sich nicht vorstellen, aber der komplette See war mit einer Plastikmüll-Schicht überlagert.
Als wir nach Port-au-Prince einfuhren dachten wir die Straßen würden besser werden, Fehlanzeige! Ohne Geländewagen ist es fast unmöglich durch die Hauptstadt (!) zu fahren. Erst in einem etwas außerhalb gelegenen Viertel (Pétionville) wurde es etwas besser.

Hier trafen wir auf unseren Freund, sowie auf die Präsidentin der Welthungerhilfe (eine wirklich sehr sympathische Frau), mit denen wir zum Welthungerhilfe-Zentrum und etwas essen fuhren.
Die Heimfahrt zum Haus unseres Freundes war das nächste große Abenteuer. Ca. 45 Minuten ging es auf unwegsamstem Gelände steil die Berge hinauf, über Wasserläufe und riesige Felsen, in ein kleines Dorf außerhalb der Stadt. Hier genossen wir einen tollen Ausblick!

unsere Unterkunft

Am nächsten Tag erkundeten wir Port-au-Prince, die Zerstörung im Zentrum und die unglaublich schlechten Verhältnisse einzelner Stadtviertel. Zu dieser Zeit standen noch sehr viele Zeltstädte, die für ihre hohe Kriminalitätsrate bekannt waren.

Zwischenzeitlich war ich zutiefst entsetzt wie sehr es stank. Die Menschen setzen sich, egal welchen Geschlechts und egal wo, zum “Geschäftmachen” auf die Straße. Ich erinnere mich, dass es im Stadtzentrum eine Straße gab, die komplett gepflastert mit Fäkalien war, durch die die Menschen barfuß hindurchwateten. Überall in der Stadt sah man tote Hunde am Straßenrand liegen, teilweise schon verwest und der Hausmüll wurde bequem aus dem Fenster gekippt. Da wundert es mich nicht, dass die Cholera auf so fruchtbaren Boden stieß.

Markt in Port-au-Prince

Ein weiterer Ausflug führte uns raus aus der Stadt, in die Berge. Haiti heißt übersetzt “bergiges Land” und das trifft vollends zu. Die Landschaft ist so unglaublich schön und man  trifft auch in den entlegensten Orten noch Menschen.
Wir gingen zum Essen in ein Restaurant, das mitten im Dschungel lag und als Rückzugsort der UN-, sowie OXFAM-Mitarbeitern diente, zumindest den Autos nach zu urteilen.Haiti – bergiges Land Später sahen wir alte Festungs- und Touristenanlagen, die auf eine bessere Zeit hinwiesen. In Port-au-Prince selbst gibt es noch jede Menge wunderschöne Bauwerke (Gingerbread-Stil), die einen Besuch wert sind.

Auch eine Reise nach Petit-Goâve, zusammen mit dem Filmteam des ZDFs war geplant, war jedoch aufgrund der politischen Unruhen (Präsidentschaftswahl) zu gefährlich.

Insgesamt hat uns Haiti wirklich sehr gut gefallen, die Landschaft ist wunderschön! Auch die Menschen dort sind wirklich herzlich und haben uns willkommen geheißen. Das Land hat noch viel zu tun und die Haitianer dort müssen lernen Verantwortung für sich und ihre Umgebung zu übernehmen.
Auch was die Medien angeht bin ich noch viel skeptischer geworden, denn das Erdbeben hat zwar das Stadtzentrum getroffen, sowie einige andere Viertel und vor allem das Umland. Große Teile der Hauptstadt stehen noch, was in den Medien anders kommuniziert wurde.
Die Welthungerhilfe vor Ort macht einen hervorragenden Job, indem sie die Haitianer anleitet ihr Land selbst wieder aufzubauen. Ich bin wirklich sehr froh solch tiefe Einblicke in ein Land und in eine Situation bekommen zu haben, so konnte ich mir selbst ein Bild machen!

Offizieller Beitrag der Welthungerhilfe Reise Fotoalbum

Madrid

MadridNachdem wir zuvor einige Tage in Lissabon unterwegs waren, kamen wir von dort und wollten weitere 2,5 Tage in Madrid verbringen.

Leider wurden wir dort nicht so schön empfangen, denn um erst einmal in die Stadt zu kommen, war ein dicker Flughafenaufpreis auf den sonst nicht billigen Tickets nötig. Öffentliche Verkehrsmittel im Allgemeinen sind dort nicht ganz so billig.

Mit der Metro fuhren wir also bis “Urgel”, wo wir unsere airbnb Unterkunft hatten. Unsere Gastgeberin war auch sehr freundlich, zeigte und erklärte uns alles, sodass wir uns ganz wohl fühlten. Einziges Manko: unser Zimmer hatte keinen Schlüssel und es tigerten ständig irgendwelche Spanier durch die Wohnung.

Zu Abend aßen wir dann in der City, wo wir hinliefen weil uns die Metro zu teuer war. Eine knappe Stunde und wir waren vor Ort. In einer kleinen Seitengasse fanden wir ein leckeres Steakhouse, das uns tatsächlich halbe Rinder auf den Teller legte.

Unseren zweiten Tag in Madrid verbrachten wir mit Sightseeing, wovon es dort reichlich gibt. Angefangen haben wir mit dem Real Madrid Stadion, das unglaublich riesig und mächtig erscheint und eigentlich nur eine hohe Betonmauer von außen darstellt.
Dann ging es weiter in die Innenstadt, wo es teilweise sehr nette Fleckchen gibt.

Viele Gebäude sind sehr nett anzuschauen und in den Parks kann man sich gut ausruhen.
Der Königspalast durfte natürlich nicht fehlen, noch die “Almudena Kathedrale”.

Ich bekommen kaum noch alle Sehenswürdigkeiten zusammen. An jeder Ecke steht dort ein historisches oder schönes Gebäude. An was ich mich jedoch noch genau erinnere ist “Puerta del Sol”. Das ist ein großer Platz an dem sich alle sechs Nationalstraßen treffen, doch das war nur Nebensache. Manchmal hat man so ein Bauchgefühl, auf das man hören sollten. Intuitiv griffen wir an unsere Wertsachen und machten, dass wir vom Platz runterkamen. Am Flughafen sollten wir erfahren, dass genau dort sehr viele Diebe unterwegs seien und wir trafen sogar einige Deutsche, die dort ausgeraubt wurden. Das Bauchgefühl …

Vollgepumpt mit Infos und Erlebten, platten Füßen suchten wir uns schlussendlich ein Restaurant, Kneipe oder Ähnliches. Ein nettes, spanisches Kettenrestaurant wurde es schließlich, wo wir uns ausreichend die Mägen auffüllten. Das Bier in Spanien kostet fast nichts, ein Eimer (5 Stk.) macht 2€ und so dauerte es auch nicht lange, bis wir uns anfreundeten …

Madrid war für uns nicht sonderlich toll, da es einfach unglaublich groß, laut und oft auch hässlich ist. Man muss ständig auf der hut vor Taschendieben sein und hat so wenig Ruhe sich zu entspannen. Es war interessant die spanische Hauptstadt zu sehen, doch werden wir sicher nicht so schnell wieder dort hin reisen.

Unsere Reise in den hohen Norden

Norwegen ist das Land meiner Vorfahren und es besteht noch immer ein starker Bezug, sowohl familiär als auch kulturell, zu diesem Land. Als einziges Familienmitglied bin ich noch nicht dorthin gereist, trotz, dass es schon seit mehreren Jahren geplant war. Nun war es endlich soweit! Wir reisten zusammen mit zwei befreundeten Familien und waren so insgesamt sechs Erwachsene, ein Kind (3) und zwei Kleinkinder (1).

Unsere Reisegruppe

In einem Kleinbus starteten wir von Tromsø aus zuerst mit dem Postschiff der Hurtigruten nach Honningsvåg. Die rund 600km (persönliche Schätzung) legten wir innerhalb einer Nacht zurück und genossen dort das erste Mal Polarlichter.

Um 5:15 Uhr stieg ich für einen kurzen Spaziergang in Hammerfest, der nördlichsten Stadt der Welt, aus.
Gegen Mittag erreichten wir Honningsvåg, von wo aus wir ca. drei Duzend Kilometer in den Norden zum Nordkapp fuhren. Eigentlich ist das Nordkapp nicht ganz der nördlichste Punkt des europäischen Festlandes, jedoch wird es als dieser gefeiert.

Unsere zweite Nacht verbrachten wir etwas südlicher, in Olderfjord.
Die Landschaft im Norden ist unglaublich schön: schön karg, schön bergig, schön farbenfroh.
An der Küste sieht man häufig Rentiere, die im Sommer vom Landesinneren aus hierher wandern.

Das nächste Ziel war Alta, das am Alta River liegt, der für seine Lachse bekannt ist.
Weiter ging es immer tiefer in das Land der Lappen oder Samen, wie sie auch genannt werden.

Kautokeino ist eine typisch samische Stadt, momentan fast eine Geisterstadt, da die Bewohner mit ihren Rentieren an die Küste gezogen sind.
Hier ist Tundra, die weitaus weniger langweilig ist, als ich sie mir vorgestellt hatte. Leicht hügelig erstrahlt die Landschaft in einem satten, herbstlichen Orange.
Die Straßen sind wie leergefegt, auf der Strecke von Alta hierher kam uns kein Duzend Autos entgegen.
Leider hatten wir in Kautokeino nur sehr wenig Kontakt zu den Traditionen und der Kultur der Urbevölkerung, die auch Schweden, Finnland und Russland bevölkert. In einer Tankstelle aßen wir Rentierfleisch, das etwas herber als Hirsch schmeckt.

Auch unser nächster Stopp in Finnland war samisch geprägt. Der Ort Enontekiö liegt am Rande eines wunderschönen Nationalparks, für den wir leider kaum Zeit hattten.
Wie es in Finnland auch sein sollte, grillten wir Lachs und verbrachten den Abend in der finnischen Sauna, die es in unserem Haus gab.
Auch unsere erste Elchbegegnung hatten wir hier, klassisch, eine Elchdame lief vor uns über die Straße.

Eine etwas längere Fahrt führte uns über Kiruna, der größten und sicher nicht schönsten Stadt der Welt, in den schwedischen Nationalpark Abisko.
Wunderschön ist es hier, wild und nur von 180 registierten Menschen bewohnt. Von hier aus soll man am Besten die Polarlichter sehen, doch das behauptet irgendwie jeder ;)

Ein erneuter Marathon führte uns nun auf die Lofoten, die so traumhaft schön sind. Besonders zur jetzigen Jahreszeit gibt es kaum Verkehr und störende Menschen, nur das Meer, die Berge und die vielen netten Fischerdörfer. Hier blieben wir fünf Tage und entspannten etwas in unserer Hütte im Wald.

Da unser Abflughafen wieder Tromsø war, mussten wir wieder ins Auto und fuhren mit einem zwei-tägigen Zwischenstopp nach Tromsø zurück.

Jetzt sitze ich hier im Flugzeug und schwelge in 100erten schönen Erinnerungen und Erfahrungen …

Bilder gibt’s auf flickr.

Unsere Reiseroute:
Reiseroute Nordland

Lissabon

Da ich nicht immer sofort zum Schreiben komme, folgen einige Artikel etwas zeitversetzt, so auch dieser.

Letztes Jahr machten wir einen Kurztrip nach Lissabon und Madrid für insgesamt fünf Tage. Ab Basel ging unser Flug in die portugiesische Hauptstadt, der unglaublich rucklig war. In Amsterdam wurden viele Flüge aufgrund eines Sturms gecancelt, wir erlebten wohl die Ausläufer.

Lissabon verzauberte mich von Beginn an. Mit knapp 550.000 Einwohner ist es eine recht kleine europäische Hauptstadt, die unglaublich viel Charme ausstrahlt. Sie liegt zwischen vielen Hügeln, die teilweise enorme Höhenunterschiede haben, so passiert es beim Navigieren, dass man zwar an der richtigen Straßenkreuzung steht, diese jedoch 20m unter einem liegt.

Kurztrip nach Lissabon

Unser Flug ging sehr früh morgens, sodass uns noch der komplette Tag für Sightseeing blieb. Mit der Bahn ging es also etwas außerhalb zum Torre de Belém, der wunderschön an der Mündung des Tejo liegt und eines der wenigen Überbleibsel des Erdbebens von 1755 ist.

Kurztrip nach Lissabon Kurztrip nach Lissabon

Auch die Umgebung, rund um den Torre ist sehr schön angelegt und zeigt jede Menge Kulturelles.

Durch viele kleine Gässchen, davon gibt es dort sehr, sehr viele, ging es dann zurück zum Bahnhof und zum Hostel.
Den Abend verbrachten wir auf einem kleinen Plätzchen mit leckerem Essen und Livemusik.

Am nächsten Morgen entschieden wir uns die Linie 28 zu nehmen. Sie ist eine traditionelle Bahn, die durch unglaublich enge und steile Passage fährt und bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts unterwegs ist. Leider waren wir nicht die einzigen Touris, sodass es kuschelig wurde. In Estrela eingestiegen fuhren wir ziemlich weit, bis fast ans Ende, sodass wir zu Fuß durch viele kleine Gässchen kamen.

Kurztrip nach Lissabon Kurztrip nach Lissabon

Ich liebe diese Wege, abseits der Wege, auf denen sich jeder aufhält, dort, wo das traditionelle Leben stattfindet und dieser letzte Rest ohne großen Kommerz lebt!
Viele Häuser sahen etwas heruntergekommen aus, jedoch ohne hässlich zu sein, im Gegenteil waren sie sehr romantisch.

In das große Schloss wollten wir nicht, das war uns einfach zu teuer, dafür besuchten wir die Kathedrale Sé Patriarcal und fanden eine Terrasse von der aus man einen unglaublichen Blick auf Lissabon hat!

Kurztrip nach Lissabon

Eine weitere Besonderheit Lissabons sind die Lifte, wovon es vier (soweit ich es in Erinnerung habe) gibt. Der größte, senkrecht nach oben fahrende, ist der “Elevador de Santa Justa”, den wir nicht nur einmal besuchten. Dann gibt es noch einige kleinere, die auf Schienen den steilen Weg nach oben fahren. Leider sind diese mittlerweile von Graffitis übersät und verlieren so etwas ihren Charme.

Kurztrip nach Lissabon

Ansonsten hatten wir das volle Touristen Programm und schauten uns alle, im Zentrum liegenden Sehenswürdigkeiten an, sowie das traditionelle Biermuseum am “Praça do Comércio”.

Abends ging es dann erneut auf den “Elevador de Santa Justa” von wo aus wir einen tollen Blick auf Lissabon bei Nacht hatten.

Tag 3 verbrachten wir damit gemütlich zu frühstücken und noch etwas weiter raus zu fahren. So liefen wir über das “Aqueduto das Águas Livres” und fuhren schließlich zum Benfica Stadion weiter. Besonders ist es von außen natürlich nicht, jedoch zeigt die Gegend ein anderes Bild von Lissabon: ein Schmutzigeres, Ärmeres und Großstädtisches.

Damit waren dann unsere 2,5 Tage vorbei und es ging weiter nach Madrid …

Tour: Lenzerheide – Arosa

MTB Tour Lenzerheide Arosa

Weil uns die Schweiz sehr gut gefallen hat, starteten wir Mitte Juli eine weitere Tour mit Startpunkt Lenzerheide.

Der Grischatrail, auf dem auch ein bekanntes Enduro-Rennen stattfindet, sollte es werden. Dieser führt von Lenzerheide nach Arosa und weiter nach Davos, dann  zurück nach Lenzerheide. Angsetzt sind dafür drei Tage mit insgesamt ca. 130km und 5700Hm. Aufgrund des Zeitmangels entschlossen wir uns die letzte Etappe zu streichen und mit dem Bus zurück zu fahren, doch es entwickelte sich alles anders …

Um 7.00Uhr gestartet, fuhren wir ca. 3,5h mit dem Auto und den Rädern an unseren Startpunkt. Praktischerweise gibt es in Lenzerheide kostenlose Langzeitparkplätze, zumindest war der Automat zugedeckt. Am Fuße des Rothorns, einer sehr beliebten Downhillstrecke, packten wir also aus und bereiteten uns auf eine zwei Tage lange Tour vor. Jeder trug einen Rucksack mit 8-9kg auf dem Rücken, dazu hatten wir 36°C (laut Tacho), also ideale Bedingungen.

Und los ging es, immer dem GPS folgend Richtung Chur. Gleich zu Beginn hatten wir wunderschöne Trailabfahrten. So schlängelten wir uns immer weiter nach unten bis Churwalden, wo es dann endlich den Berg hoch ging.

MTB Tour Lenzerheide Arosa  MTB Tour Lenzerheide Arosa

Die Hitze machte einem richtig zu schaffen, ebenso die Kilos auf dem Rücken, doch das störte uns zu dem Zeitpunkt noch nicht. Die Landschaft ist einfach unglaublich schön und erlebnisreich!

Nach einer Zwangspause, ein Schaltzug war gerissen, ging es dann in die nächste Abfahrt. Diese gestaltete sich doch recht anspruchsvoll, da der Weg sehr schmal und verblockt war und es zur Linken ziemlich in die Tiefe ging. Vorsichtig fuhren wir also und schossen schließlich weiter auf einer Waldpiste nach unten. Der Blick aufs GPS ist bei dieser Geschwindigkeit und Schwierigkeit nicht ohne, weshalb ich dies stets sporadisch machte, leider einmal zu wenig. Mit Karacho sind wir an unserer “Ausfahrt” vorbei und mussten so die 20% Steigung wieder nach oben, ca. 100-150Hm haben wir dadurch verloren.

Zeitweise waren die Wege so unkenntlich, dass wir ohne GPS nichts gefunden hätten, hin und wieder mussten wir auch tragen. Angekommen in Tschiertschen, fühlten wir uns wie am Ende einer Tour, knappe 1000Hm und jede Menge anstrengende Abfahrten, doch war noch nicht einmal die Hälfte geschafft. Die Mittagshitze war in der Zwischenzeit so stark geworden, dass wir unsere Köpfe in jeden
MTB Tour Lenzerheide ArosaBrunnen hielten, den wir fanden. Auf einer kleinen Alm, machten wir dann ausführlich Rast und wurden von einer lieben Dame bewirtet. Dann ging es immer weiter nach oben, kaum unter 10% Steigung, tendenziell 20%, sodass wir oft schieben mussten. Als die Ochsenalp endlich in Sichtweite kam, war es auch schon 17.00Uhr. Sie galt (eigentlich) als Sattel, sodass es nur noch bergab gehen sollte. Manchmal sind wir allesamt bescheuert, da gibt es den Weg, der nur noch bergab geht und den, der den nächsten Kamm noch mitnimmt … jetzt ratet mal ;)

Ziemlich spät sind wir dann in Arosa angekommen und benötigten noch eine ganze Weile um unser Hostel zu finden. Angekommen: 38km mit  2377Hm in 4h reiner Fahr- /Gehzeit

Gegen 20.00Uhr gab es dann endlich etwas zu essen und ein Belohnungsbier für die Männer. Während wir da so saßen, wurde es im Hintergrund immer dunkler und wir machten uns auf den Weg, rechtzeitig ins Hostel zu kommen. 200m weiter erwischte uns das heftigste Gewitter, das ich je erlebt habe. Binnen von Minuten war die komplette Straße überflutet und Blitze schlugen um uns herum ein. Wir fanden Schutz unter einem Vordach und machten uns bewusst, was wäre, wenn wir jetzt mit den Rädern da draußen wären …

Die Nacht war mäßig erholsam, dafür gab es ausreichend Gutes zum Frühstück. Noch am Frühstückstisch checkten wir Wetter und Lage und mussten feststellen, dass die lange Tour nach Davos gefährlich werden könnte. Wir müssten Pässe überqueren auf denen wir keinen Schutz finden würden und das bei der Wetterlage. Als dann der Wirt uns ebenfalls davon abriet, cancelten wir Davos und machten uns auf den Rückweg nach Lenzerheide über das Hörnli ( 2’496 m).

Der gestrige Tag steckte uns dann doch etwas in den Knochen, und das Gepäck wurde anstrengend schwer. Hinter den Bergen konnte man durchaus schlechtes Wetter erahnen, was uns zur Eile antrieb. Leider nahmen wir dadurch eine falsche Abzweigung und mussten auf steilen, schmalen Wiesenwegen nach oben. Mit knapp 25kg, das Fahrrad zu schieben empfand ich bei der Steigung als anstrengender, ging es nun ca. 45 Minuten bis zum nächsten Weg.
Mittlerweile sah es überhaupt nicht mehr freundlich aus, die Wolken zogen über die Berge und brachten eine schwarze Front mit sich. Auf dem eigentlichen Weg angekommen beratschlagten wir uns ernsthaft, ob wir nicht besser wieder umdrehen sollten. Einige Einheimische begegneten uns und sprachen uns Mut zu: “Das hält noch eine Stunde!”, sodass wir es schlussendlich wagten.

DSC01171 MTB Tour Lenzerheide Arosa

Wow, war das anstrengend, fast durchgehend 20% Steigung. Die Wiese hat mir meinen Stecker gezogen, die Höhe machte sich auch langsam bemerkbar, das Gewicht drückte nach unten, … wir waren am Limit. Mit letzter Kraft erreichten wir den Gipfel des Hörnli und waren stolz es geschafft zu haben! In 7km über 1000Hm – ist ein Wort!

MTB Tour Lenzerheide Arosa MTB Tour Lenzerheide Arosa MTB Tour Lenzerheide Arosa

Mit der Seilbahn fuhren wir zum gegenüberliegenden Urdenfürggli, wo uns ein grauenhaftes Wetter erwartete. Unsere Bikes sind fast waagrecht in der Luft gehangen, so windete es. Regen und Geröll machten auch die Abfahrt sehr anspruchsvoll. Wir verzichteten auf Singletrails und fuhren straight ins Tal, wo die Sonne schon wieder herauskam.

Am Auto angekommen, waren dann wieder alle glücklich und zufrieden. Tourdaten: 17,8km mit 1125Hm in 2h

Unglaublich, dass man in zwei Tagen so viel erleben kann. Wiederholung folgt sicher!

Fotos von Florian und Nicki.

Tour: St. Moritz – mit/ohne Happy End

Viele Touren wurden seit dem letzten Artikel gefahren, sogar zwei Reisen (Sachsen und Sardinien), doch es ist immer eine Frage der Zeit, ob ich zum Schreiben komme, oder eben nicht. Über Einiges werde ich jedoch noch etwas schreiben …

Nun erst einmal zu meiner letzten Reise, einer Zwei-Tages-Tour ins Engadin. Knappe 4h Fahrt, dann sind wir in St. Moritz, von wo aus wir zwei Tages-Touren starteten.

Tour I – Suvretta Loop

Geplant war der sogenannte Suvretta Loop, der ca. 30km und 1200Hm fordert. Auf der Hälfte des Weges erfuhren wir jedoch, dass die Pässe noch tief im Schnee liegen, sodass wir uns dazu entschieden einen anderen Weg zu nehmen. Insgesamt ging es knapp 1600Hm bergauf, teilweise durch Schnee und schweres Gelände, was sehr kräftezehrend war. Die Gesamtkilometer sind leider auch nur mäßig ausgefallen und es kam der Gedanke: “für 26km in die Schweiz gefahren?”.

Die Landschaft hingegen ist atemberaubend und unglaublich eindrucksvoll: die Gipfel teilweise noch im Schnee, tolle Almen und wunderbare Ausblicke.

Bergab fuhren wir auf einem toll angelegten Flow Trail, der jedoch auch sein Tribut forderte. Bisher ging jede Abfahrt gut aus und noch nie hatte ich eine schwere Verletzung, doch dieses Mal war es anders. Der Weg war toll, die Geschwindigkeit schnell und da war sie, die Kurve mit dem Sprung davor und dem versetzen Schwerpunkt, sowie der Vorderbremse. Doch Dank dem “Glück” und den Protektoren am Leib, ging es noch verhältnismäßig glimpflich aus. Von den vielen Prellungen und Schürfwunden bleiben nur noch kleine Narben an Schulter und Knie zurück.

Tour II – Bernina Express

Als eine der schönsten Touren beschrieben, bestätigte sich das auch aus unserer Sicht. Mit der Räthischen Bahn ging es zunächst von Pontresina aus auf den Bernina Pass, wo unser Startpunkt lag. Mit dem Bike entlang eines opalblauen Sees Richtung Alp Grüm auf wundervollen Wegen näherten wir uns dem Tal. Es waren viele Wanderer unterwegs, wovon uns konkret eine Frau ansprach und sich bei uns für unser freundliches Verhalten bedankte. Sie berichtete, dass viele Mountainbike keine Rücksicht auf Wanderer nehmen, was das unfreundliche Verhalten der Fußgänger erklärte.

Ich holte mit gleich zwei Platten, innerhalb von ein paar Minuten, durch querliegende, spitze Barrikaden, was unsere Weiterfahrt deutlich verzögerte Belohnt für die Strapazen wurden wir von der gigantischen Aussicht ins Tal und auf die 3000der.

Das letzte Stück nach unten war leider ein Straßengebolze, was sehr auf die Bremsen ging. In Paschiavo stiegen wir dann erneut in den Bernina Express ein und fuhren wieder auf den Pass. Nun ging es die andere Seite hinunter, nach Pontresina.

Diese Strecke lässt jedes Mountainbiker-Herz höher schlagen, ein Traum!!
Insgesamt fuhren wir knappe 2000Hm downhill und nur ~400Hm nach oben, mal etwas Anderes …

Die ersten Bilder findet ihr schon auf flickr.

Mountainbiking im Engadin

Tour: Der letzte Schnee

Wie angekündigt ein erster-zweiter Tourenbericht.

Nach dicker Erkältung und einer Woche ohne Sport soll man es eigentlich langsam angehen, so auch der Plan. Doch da ich mich gut fühlte und nicht außer Atem geriet, war es sicher besser, als mich den kompletten, herrlichen Sonnentag darüber zu ärgern, nicht fahren zu können.

Da das Wetter unglaublich toll war (Sonne und 18°C), ging es etwas länger an die frische Luft. Gestartet sind wir mit unglaublichen 11 Personen Richtung Kohlerhof. Von dort ging es dann weitere ~300Hm nach oben zum geschlossenen Gießhübel. Das letzte Stück mussten wir auf einer Schneedecke nach oben fahren. Da es teilweise recht glatt war, mussten wir sogar schieben. Abgesehen von diesem einen Stücks, gab es kaum noch Schnee oben. Lediglich Belchen und Feldberg lagen noch im tiefen Weiß.

Abwärts nahmen wir den Stohren-Trail, ein wunderschöner Weg entlang eines Bachs, und kehrten schließlich in der Talstadion ein.

Aus dem “kurzen” Erholungstrip wurde eine längere Tour, hier die Daten: 41,16km in 3h 31min, mit 1338Hm.

Fotos, aufgenommen mit der GoPro:

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Bewegung und Natur

Mountainbike Schwarzwald

Wie vielen sicher nicht entgangen ist, bin ich mehrmals die Woche im Wald und der Natur unterwegs. Bislang habe ich lediglich auf Instagram meine Bilder dazu gepostet. Da es oftmals auch eine Geschichte dazu gibt und meine Bilder viel positives Feedback bekommen, habe ich mich dazu entschlossen den ein oder anderen Post dem Thema Laufen, Wandern und Biken zu widmen.

Der Folgende dreht sich ums Mountainbiken.

Letzten Sonntag ging es auf die Kälbelescheuer, von 12°C auf knappe 0°C, inklusive Schnee. Der Aufstieg an sich findet meist relativ entspannt auf den Waldpisten statt, lediglich die letzten ~200Hm auf 2km waren sehr knackig. Auf teils Schotter, tiefem Matsch und unwegsamen Gelände, ging es fiese 20% Steigung nach oben.

Richtig geschneit hatte es ja diesen Winter nicht, auch steht mittlerweile der Frühling vor der Tür. Um so erstaunlicher war es, als wir oben den Schnee gesehen haben, doch die Bergalm Kälbelescheuer liegt auf knappen 1000Hm.

Kälbelescheuer – Schwarzwald Alm Kälbelescheuer – Schwarzwald Alm Kälbelescheuer – Schwarzwald Alm

Die Abfahrt ist ein Traum – ca. 10km schöner Single Trail nach unten und dann noch einmal Single Trail. Doch seht einfach selbst:


Eine Lektion hat mir diese Tour gezeigt:
Früher bremsen schadet nicht!

Wir sind auf einer Waldpiste mit knapp 40 Sachen nach unten gefahren. Plötzlich stand nach einer Kurve, mittlerweile wieder auf Teer, ein Auto. Der Vordermann kam ganz gut vorbei, bei mir ist es kein halber Meter mehr zur Motorhaube gewesen und meine Hinterfrau hat nur noch Hecke gesehen.

Dieses Mal ist nichts passiert, kein Kratzer, kein blauer Fleck, dafür ein großer Schreck und die Erkenntnis, dass die Geschwindigkeit auch langsamer sein darf.

Folgende Tour Daten hat das GPS gemessen: 42,39km in 3h 26min, mit 1356Hm.

 

Auto im Dschungel

Trotz dass ich momentan kaum Zeit für meine Lieblingsgeschichten habe, möchte ich eine Kleinigkeit posten.

Als wir 2006 in Brasilien unterwegs waren, sind wir viele Kilometer durch den Wald gelaufen, bis wir an eine kleine Lichtung kamen. Der Weg bis dorthin war zugewuchert und musste teilweise mit einer Machete freigekämpft werden.

Auf dieser Lichtung nun befand sich ein uraltes Auto, eingenommen von der Natur und ohne Hoffnung auf Rückkehr. Für mich ist es noch immer ein Rätsel wie dieses Fahrzeug den steilen Berg, durch das dichte Gewächs, ohne jede Straße auf dieser einsamen Lichtung landen konnte.

Car in the jungle